MAI 2012 (DEUTSCH)

Die Vision weitergeben
 

Liebe Freunde,

der Herr öffnet mir immer mehr die Augen für den erstaunlichen Dienst, den Salutisten auf der ganzen Welt leisten. Die Vision „Eine Armee, eine Mission, eine Botschaft“ ist nicht nur ein Ausdruck der Hoffnung. Sie fasst die Wirklichkeit einer Armee zusammen, die ihren Glauben in jeder Gemeinschaft und in jedem Land, in denen sie tätig ist, lebt.

Unsere Mission ergibt sich aus unserer Beziehung zu Gott und die Wirkung unserer Arbeit hängt unmittelbar mit der Botschaft zusammen, die wir verkündigen. Als Salutisten geben wir nie vor, dass wir in der Lage wären, die Probleme aller Menschen zu lösen. Ja, wir versuchen den Verletzten, Gebrochenen, Einsamen, Besitzlosen und Verlorenen in ihrer Not zu begegnen. Wir bieten die am besten geeignete Hilfe an und sind immer dankbar dafür, wie der Herr unseren Dienst gebraucht, um Situationen und Menschen zu verändern. Doch wir wissen, dass tiefer Schmerz, Entfremdung und Zerbrochenheit nur durch die erlösende Kraft unseres Herrn wirklich bewältigt werden können, der erlöst, heilt, wiederherstellt und vergibt.

Seit meinem Brief vom März habe ich viele Orte besucht und dort eine lebendige Heilsarmee voll Tatkraft und Hoffnung gesehen. Über die internationalen Pressemitteilungen erfahren Sie wahrscheinlich Genaueres über diese Besuche, doch lassen Sie mich hier noch ein paar persönliche Anmerkungen mit Ihnen teilen.

Drei dieser Besuche fanden im Territorium Vereinigtes Königreich und Republik Irland statt. Bei einer Feier in der Division Süd- und Mittelwales bekam ich einen Überblick über die großartige Gemeindesozialarbeit und wurde vom eindrucksvollen walisischen Gesang gefesselt. Was für ein gesegneter Genuss! Beim Osterwochenende im Korps Norwich Citadel in England wurde nicht nur im Heilsarmeesaal über die Osterthemen nachgedacht und gefeiert, sondern die Botschaft wurde auch bei drei Freiversammlungen auf die Straßen getragen. Das Korps widmet sich ganz bewusst der Straßenmission und veranstaltet jede Woche eine Freiversammlung. Einige Menschen aus der Stadt besuchen diese regelmäßig und betrachten sie als ihre „Kirche“. Das ROOTS-Wochenende in Schottland erlebten wir zwar bei sehr kaltem Wetter, doch in Schottland brennt ein geistliches Feuer, dessen Flamme vom Heiligen Geist noch weiter angefacht wird.

Bitte behalten Sie beim Beten die internationale Heilsarmee im Blick. Manche Orte mögen weit von Ihrem Wohnort entfernt scheinen, doch oft benötigen gerade sie unsere Gebetsunterstützung. Die Besuche in Estland und Moldawien waren aufschlussreiche Erfahrungen für mich. Beide Länder gehörten früher zur Sowjetunion und, wie anderswo in Osteuropa, findet man dort jetzt die eigene Identität und lernt gleichzeitig, was es bedeutet, die Heilsarmee zu sein. Sie wären begeistert, diese junge Heilsarmee zu sehen, die wirklich versteht, dass die Botschaft von Jesus die Motivation für ihre wichtige und praktische Arbeit ist.

In den letzten Wochen war ich sowohl in Dänemark als auch in den Niederlanden bei den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum. Bei der Weihe- und Entsendungsversammlung in Kopenhagen hatte ich das Vorrecht, den Beginn der Heilsarmeearbeit in Grönland bekanntzugeben und die ersten Offiziere zu bestallen. Dieser Kongress vertiefte die Hoffnung, die in Dänemark auch zuvor schon offensichtlich war. In diesem kleinen Land hat die Heilsarmee einen großen Einfluss auf die Gesellschaft. In Amsterdam beehrte Königin Beatrix der Niederlande eine unserer Kongressveranstaltungen mit ihrer Anwesenheit. Sie war besonders interessiert daran, einige der Menschen zu treffen, die zu unseren Sozialzentren gehören, und äußerte ihre Dankbarkeit für die Arbeit der Heilsarmee unter Randgruppen und Benachteiligten.

Zu meinen regelmäßigen Höhepunkten gehören die Besuche am „International College for Officers“. Ich spreche bei jedem Kurs am Geistlichen Tag, und an einem weiteren Tag halte ich eine Unterrichtseinheit über geistliche Autorität und beantworte Fragen der Teilnehmer. Diese Besuche sind immer etwas ganz Besonderes. Die 26 teilnehmenden Offiziere kommen aus allen Ecken der Heilsarmeewelt und betrachten diese Erfahrung als eine der wertvollsten ihres Offiziersdienstes. In den zwei Monaten, die sie miteinander verbringen, werden ihnen wirklich die Augen für die internationale Heilsarmee geöffnet.

Falls Sie sich noch nicht über Ihr Territorium oder die internationale Website der Heilsarmee zum weltweiten Gebetstreffen am Donnerstagmorgen angemeldet haben, möchte ich Sie ermutigen, dies zu tun. Gebetsthemen sind die zwölf Missionsschwerpunkte der Vision „Eine Armee, eine Mission, eine Botschaft“. Fügen Sie zu diesen die Anliegen Ihres Korps, Ihrer Einrichtung, Ihrer Division oder Ihres Territoriums hinzu. Doch möge Ihr Gebet über alles Bitten und Fürbitten hinaus mit Lob, Dank und Erwartung erfüllt sein. Der Herr wartet darauf, von Ihnen zu hören. Lassen Sie uns eine von Gebet geprägte Armee sein. „Denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat große Kraft“, Jakobus 5,16 Hfa.

Danke für Ihre Treue im Dienst und im Gebet. Gott segne Sie reichlich.

Herzliche Grüße,

Linda Bond
Generalin

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