13 AUGUST 2012 (DEUTSCH)

Liebe Freunde,

mit der Schlussfeier gestern Abend sind die Olympischen Spiele 2012 zu Ende gegangen. Sechzehn Tage lang war die ganze Welt dabei. Sicherlich waren die Auswirkungen überall auf der Welt zu spüren, mit Nationalstolz in seiner schönsten Form, wenn die Goldmedaillengewinner auf dem Siegerpodest standen, die jeweilige Landesflagge gehisst und die Nationalhymne gespielt wurde.

Um die Begeisterung in Großbritannien zu nutzen, hat Premierminister David Cameron bereits ein Förderprogramm für junge Sportler gestartet. Wie weit diese Nation doch gekommen ist, seit sie vor sieben Jahren die Wahl zum Austragungsort der Olympischen Spiele gewonnen hat! Die Vision wurde bereits in der Bewerbung dargelegt, doch bis sie Wirklichkeit wurde, war es ein langer Weg. Schwarzseher warnten vor Verkehrschaos, den Auswirkungen auf den Tourismus und möglichen Terroranschlägen. Doch heute hört man nur noch Jubel und Komplimente.

Es gibt viele Geschichten in der Bibel, die von ähnlichen negativen Reaktionen berichten. Es kam nicht selten vor, dass die Leute die Riesen sahen und nicht die Früchte (4. Mose 13), das feindliche Heer und nicht Gottes Feuerwagen (2. Könige 6), die trockenen Knochen und keine vorrückende Armee (Hesekiel 37). Es ist nicht falsch, alle Eventualitäten zu bedenken, wenn man für die Zukunft plant. Manche von uns sind so gestrickt. Wir möchten die Kosten überschlagen und auf alle Fälle vorbereitet sein. Doch wenn Gott das Bild der Zukunft mit seinen anspruchsvollen Verheißungen und deutlichen Zielen malt, fordert er uns auf, Glaubensschritte zu wagen und mit Mut und Vertrauen die Zukunft zu ergreifen.

Meine Reisen von Mai bis Juli beinhalteten fünf Kongresse (Dänemark, Niederlande und Tschechische Republik, Großbritannien und Irland, USA-West, Mexiko), die internationale Leiterkonferenz in Kanada und ein Wochenende im Old Orchard Beach Camp, USA-Ost. Durch die Teilnahme an diesen Veranstaltungen lernte ich Visionäre und Strategen kennen. Jedes Treffen hatte Monate, ja Jahre an Planung erfordert, nachdem die erste Idee entstanden war. Es gab zweifellos einzigartige Herausforderungen. Doch die Leiter machten weiter, im Glauben, dass diese Zusammenkünfte dazu dienen würden, das Territorium in Gebet, Gemeinschaft und Mission zu vereinen. Doch noch wichtiger war ihr Glaube, dass der Herr dazu über alle Erwartungen hinaus seinen Segen geben würde. Gebet untermauerte jeden Aspekt, jeden Traum. Und Gott hat sie nicht enttäuscht! Die Reaktionen auf die Einladung zur Bußbank waren unvergesslich und eine neue Richtung wurde aufgezeigt. Erst in der Zukunft wird sich erweisen, wie wichtig diese Ereignisse im Leben der Heilsarmee waren. Bitte beten Sie weiter dankbar und im Glauben für eine vom Heiligen Geist erfüllte Armee.

Während ich Ihnen dies schreibe, bin ich mir bewusst, dass das, was ich mitgeteilt habe, die Makroebene, den großen Rahmen, betrifft: Olympische Spiele, alttestamentliche Berichte über das Volk Israel und territoriale oder internationale Heilsarmeeveranstaltungen. Ja, unser Gott ist ein Gott des großen Ganzen, der in Liebe für Nationen und Kirchen plant. Doch er hat auch Sie im Blick, wenn er eine Vision der Hoffnung schenkt. Wenn Sie in die Zukunft schauen, sehen sie vielleicht viele Hürden, die Sie überwinden müssen, doch Sie können sicher sein, dass Gott gnädig und mächtig ist. Gehen Sie heute mit Mut und Zuversicht weiter.

Gott segne Sie reichlich. Seien Sie gewiss, dass er bei Ihnen ist.

Herzliche Grüße,

Linda Bond
Generalin

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