AUGUST 2011 (DEUTSCH)

Hirtenbrief

 

Liebe Salutisten,

in nächster Zeit werde ich einige Reisen nach Afrika, Südamerika-Ost, New York und in verschiedene europäische Länder unternehmen. Ich freue mich darauf, die Heilsarmee auf der ganzen Welt zu sehen. Was für wunderbare Gelegenheiten, zu lernen und Gottesdienste zu feiern! Gerne möchte ich einige Eindrücke von diesen Besuchen mit Ihnen teilen. Diese Briefe werden Sie zudem über unsere internationale Vision und die damit verbundenen aktiven Schritte auf dem Laufenden halten und Sie zum Gebet für bestimmte Themen anregen. Natürlich werden auch diese Briefe im Stil eines Hirtenbriefs gehalten sein. Um die genannten Schwerpunkte mit einzubinden, werde ich diesen Brief in Zukunft unter dem Titel „Sharing the vision" (die Vision teilen) veröffentlichen.

Wenn ich in London bin, besuche ich das Korps in der Nähe meiner Wohnung. Die Gemeindeglieder sind sehr unterschiedlich, was ihre Kultur, ihr Alter, ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, ihre persönlichen Bedürfnisse und ihre Kenntnis der Heilsarmee betrifft. Wenn man sich dort umsieht, könnte man sich manchmal fragen, wie eine Gruppe solch verschiedenartiger Menschen als Familie bezeichnet werden kann, aber das sind wir. Der Gottesdienst bietet viel Zeit, um einander zu begrüßen, für Gebet und Zeugnis, und anschließend sind wir noch bei einer Tasse Kaffee zusammen. Alles ist sehr authentisch, herzlich und gegenwartsbezogen. Die Predigt ist außergewöhnlich und enthält nicht nur Ermahnung, sondern gesunde Lehre. Der Predigt wird genügend Zeit gewidmet. Anschließend folgt der Aufruf zur Bußbank. Wieder herrscht keine Eile. Obwohl ich das Korps erst wenige Male besuchen konnte, habe ich einige sehr bewegende Reaktionen beobachtet. Das Wochenprogramm enthält viele Angebote für Körper, Geist und Seele. Das Korps trägt die Not der Welt und der Stadt auf seinem Herzen. Seine Fürbitte und sein praktischer Einsatz sind ein überzeugender Beleg für seine Hingabe. Indem ich das Korps beschreibe, dem ich angehöre, habe ich hoffentlich auch Ihres beschrieben. Mich hat an der Heilsarmee schon immer begeistert, dass Heilssoldaten jeden Alters am Gottesdienst und an praktischen Einsätzen beteiligt sind.

Unsere gemeinsame Zeit mit der Familie Gottes ist unerlässlich für unsere Identität. Wir werden durch die Gebete, die Gemeinschaft und die Predigt gestärkt. Doch auch der persönliche geistliche Weg braucht beständige Aufmerksamkeit. Eugene Peterson (Übersetzer der Bibelausgabe „The Message") sagt: „Die Bibel ist uns vor allem dazu gegeben, uns einzuladen, in der Welt Gottes heimisch zu werden ... und uns damit vertraut zu machen, wie Gott spricht und auf welche Weise wir mit unserem Leben darauf antworten können."

Ich möchte Sie ermutigen, sich jeden Tag die Zeit zu nehmen, um durch Gottes Wort und Gebet in seinen heiligen Raum zu treten. Jesus empfahl uns hinsichtlich dieser persönlichen Begegnungen: „Wenn du betest, geh an einen Ort, wo du allein bist, schließ die Tür hinter dir und bete in der Stille zu deinem Vater", Matthäus 6,6 NL. Für mich ist dieser Ort die Heilige Schrift. Fühlen Sie sich dort wie zu Hause. Entdecken Sie Gott. Hören Sie ihn sprechen, sehen Sie die Welt aus seinem Blickwinkel. Jesus sagt weiter: „Dann wird dich dein Vater, der alle Geheimnisse kennt, belohnen." Die größte Belohnung ist die Realität seiner Gegenwart! Mögen Sie heute diese Freude erleben.

Gottes reichen Segen wünscht Ihnen

Ihre

Linda Bond
Generalin

 

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